Warum ich nicht arbeite.

Viele Menschen fragen mich und kommen auf mich zu und wollen wissen, wie meine tägliche Arbeit abläuft. Erst neulich, wollte eine Gründerin die gerade erst vor ein paar Monaten mit ihrem Startup begonnen hat von mir wissen, wieviele Stunden ich pro Woche arbeite und wie sich diese Stundenanzahl über die Jahre hinweg verändert hat.

Ich schaute sie an, lächelte und das Erste was ich zu ihr sagte war:

Grundsätzlich arbeite ich nicht.

Dementsprechende Verwunderung machte sich in ihrem Gesicht breit und dann begann ich ihr zu erklären, was sich hinter meiner Aussage verbirgt, und das ist auch mein Gedanke zum Wochenende den ich gerne mit euch teilen möchte.

In Diskussionen wird sehr oft und viel darüber gesprochen, dass man heutzutage die richtige Work-Life-Balance finden müsse, dass es notwendig sei zu “Arbeiten um zu Leben” und nicht “Leben um zu arbeiten”. Dabei stellt sich für mich die grundsätzliche Frage ob es nicht an der Zeit wäre den Begriff der Arbeit neu zu definieren (Ich möchte übrigens an dieser Stelle keine Diskussion über “Was ist Arbeit” oder, was macht Arbeit eigentlich aus, lostreten).

Als ich mich mit besagter Gründerin unterhielt, machte ich ihr klar, dass sich die tägliche Arbeit der ich nachgehe nicht wie Arbeit anfühlt, da ich das große Glück habe, tagtäglich meiner Leidenschaft nachzugehen. Genau dann nämlich, wenn sich die Tätigkeit der Arbeit und das Ausüben der eigenen Leidenschaft überschneiden, dann fühlt sich Arbeit plötzlich nicht mehr wie Arbeit an. Gleichermaßen verbindet man plötzlich Gedanken wie Selbstverwirklichung, Spaß, Freude und andere positive Dinge mit dem eigenen Job und dem, was man täglich “arbeitet” was in der Regel zu höherer Leistung und mehr Motivation führt.

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Ich glaube das Wesentliche ist, dass wir selbst uns im Klaren darüber sind worin unsere Leidenschaft liegt und was wir gerne im Leben in Form von Zielen erreichen möchten. Es liegt dabei auf der Hand, dass die Beantwortung dieser Frage nicht immer leicht ist oder “mal einfach so von der Hand geht”, aber ich kann nur jedem da draußen den Tipp geben: Stellt euch diese Frage und der Herausforderung diese auch ehrlich zu beantworten. Oft genügen dabei Denkanstöße oder auch das Lesen von Artikeln wie diesem hier, aber am Ende des Tages müsst ihr die Frage für euch selbst beantworten.

Was mich betrifft, konnte ich der Gründerin von meiner unternehmerischen Reise erzählen, und dem wahnsinnigen Glück das ich hatte, vor rund 10 Jahren das richtige Gründungsteam zu finden. Ich fand meine Freunde und MitstreiterInnen die mich auch heute täglich Unterstützen und wichtige Kraft geben, wenn es mal schwierige Tage gibt (und die gibt es in jedem UnternehmerInnen-Leben).

Ich gehe nicht täglich in die Arbeit, sondern an einen Ort, wo ich mit meinen Freunden Neues entstehen lasse.

Und genau darum geht es meiner Meinung nach, sich mit Menschen zu umgeben die einem Freude bereiten, die man im Idealfall persönlich gerne hat (oder sich zumindest gut mit ihnen versteht) und mit denen man auch gerne Zeit verbringt.

Ich bin mir bewusst, dass sich nicht JedeR sich seinen Job aussuchen kann, aber ich denke zumindest gibt es viele die in Jobs oder Positionen stecken die sie nicht glücklich machen oder erfüllen. Menschen die eigentlich “nur” den inneren Schweinehund besiegen müssten, genannt Bequemlichkeit, es anzupacken, sich mit sich selbst zu Beschäftigen und eventuell daraus resultierend eine neue Stelle zu suchen.

Spannend finde ich im Übrigen auch den Konnex zwischen dem Wohlfühlfaktor Arbeit, der Arbeitsumgebung und der Art wie man seine Tätigkeiten erledigt. Gerade im Umfeld der Digitalisierung, bei der meiner Meinung nach immer der Mensch an erster Stelle stehen sollte, gibt es hier viele Optionen die Arbeit angenehmer zu gestalten. Immer wieder treffe ich hier auf maßlos demotivierte MitarbeiterInnen, die Tagein Tagaus repetitive Tätigkeiten ausüben müssen.

Die Welt in der wir leben bietet wohl sehr viele Möglichkeiten und Chancen, wir müssen Sie nur aufgreifen und nutzen und dann kann sich auch Arbeiten anfühlen wie Spaß und sogar Freizeit.

Ich habe abschließend noch ein paar Fragen an Dich, um Deine persönlichen Gedanken zum Wochenende und zum morgigen Wochenstart etwas anzuleiten. Vielleicht helfen Sie Dir in eine bessere Woche, es würde mich freuen.

Wenn Du jetzt kurz in Dich gehst und nachdenkst,

  • wie fühlt sich Arbeit für Dich an?
  • bist Du zufrieden und wenn nicht, was sollte sich denn ändern damit Du es wärst?
  • was nimmst Du Dir für die kommende Woche Konkretes vor?

In diesem Sinne euch allen ein schönes restliches Wochenende und ich freue mich wie immer über eure Meinungen und Kommentare.

euer Mario Fraiß mit dem Gedanken zum Wochenende

Ich helfe gerne auch Dein Arbeitsumfeld technologisch angenehmer und effizienter zu gestalten. Komm einfach auf mich zu, wenn Du dazu einen Gedankenaustausch möchtest.

Mario Fraiß ist Gründer und Geschäftsführer der FRAISS IT GmbH –https://fraiss.com, Experte für Digitalisierung und die Realisierung von IT- und Digital-Projekten

Hinweise:

Photos by Vince FlemingJosh Felise on Unsplash

Published by mariofraiss

Mario Fraiss is an entrepreneur, author, global networker, expert for digital processes, and startup mentor, Founder & CEO of FRAISS. He works in the digital and IT-industry for more than 17 years now and is an expert regarding the complete production and development chain of digital products, services & processes, and digital business models. He loves to share his experience, exchange, and discuss ideas.

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